"TERROR"

Ferdinand von Schirach

19. - 21.11.2021

Sauerland-Theater Arnsberg

Der Lions-Club Arnsberg - Sundern feiert 2021 sein 60jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird an dem Wochenende 19.11.-21.11.2021 an drei Abenden das Schauspiel „Terror“ von Ferdinand von Schirach von dem Spielwerk-Arnsberg e.V. als Charity Veranstaltung aufgeführt.

Das Stück wurde 2015 als Buch veröffentlicht, am 3.10.2015 als Theaterstück gleichzeitig am Schauspielhaus Frankfurt und im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt und im Jahr 2016 verfilmt.

Die Aufführung des Schauspiels „TERROR“ ist nicht nur aufgrund seiner außergewöhnlichen Art besonders, sondern auch durch die Tatsache, dass die Lizenz eher selten an Laien-Schauspielgruppen vergeben wird. Daher ist es eine besondere Ehre, dass das Spielwerk-Arnsberg e.V. die Lizenz für die Aufführung erhalten hat und der Lions-Club Arnsberg - Sundern diese Inszenierung zu seinem Jubiläum präsentieren kann.

Die Kosten der 3-tägigen Charity Veranstaltung im Sauerlandtheater sind durch Sponsoren gedeckt, alle Erlöse werden je zur Hälfte an das Hospiz und das Jugendbegegnungszentrum in Arnsberg gespendet.

Allgemeine Information über Ferdinand von Schirachs „Terror“:

Hintergrund der Handlung:
Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, Typ Eurofighter, hat sich seinem Urteil zu stellen. Hat er richtig gehandelt, an jenem Tag, an dem er den Befehl erhielt, einen von Terroristen gekaperten Lufthansa-Airbus vom Kurs abzudrängen? An Bord von Flug LH 2047 von Berlin-Tegel nach München sind 164 Menschen. Nun nimmt die Maschine Kurs auf die Allianz-Arena. Dort findet an diesem Abend vor 70.000 Zuschauern das ausverkaufte Länderspiel Deutschland gegen England statt. Major Lars Koch muss reagieren. Wie lauten seine Befehle? Soll er, darf er die Passagiermaschine abschießen, wenn die Terroristen nicht einlenken? Die Uhr tickt und Lars Koch trifft eine Entscheidung.
In seinem ersten bemerkenswerten Theaterstück »Terror« rüttelt von Schirach an nichts Geringerem als dem ersten Artikel des Grundgesetzes - beziehungsweise stellt ihn dem Publikum zur Diskussion: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Die Zuschauer werden zu Schöffen, sie entscheiden über das Urteil. Verurteilung oder Freispruch. „Taugt die Justiz, wenn die Wahrheit zur Ansichtssache wird?“
Was geschieht, wenn ein Passagierflugzeug von Terroristen entführt wird und auf ein ausverkauftes Fußballstadion zurast? Was geschieht, wenn der Terror unseren Alltag beherrscht? Welche juristischen, moralischen und philosophischen Mittel hat unsere Gesellschaft in solch einer Ausnahmesituation? Wer entscheidet auf welcher Grundlage über Leben und Tod? Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, abgewogen werden? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein anderes, vermeintlich kleineres Unheil abzuwehren?
Und wer sind die Verantwortlichen? Oder ist es Lars Koch allein, der hier vor Gericht steht?  Die Schöffen (= das Publikum) haben zu entscheiden.



Die Abstimmungsergebnisse der Zuschauer-Schöffen aller bundesweiten Aufführungen von »Terror« werden vom Verlag Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb dokumentiert und sind online einsehbar unter http://www.kiepenheuer-medien.de/terror


"Die zwölf Geschworenen"


Die insgesamt vier Aufführungen finden jeweils um 19.30 Uhr in der Kulturschmiede,
Apothekerstraße 25 in Arnsberg statt: 


30. und 31. Januar 2020 

01. und 02. Februar 2020


Kartenverkauf ab Oktober im Verkehrsverein am Neumarkt in Arnsberg. 

Foto: Frank Albrecht


Spannend und unter die Haut gehend – mit einem tiefen Einblick in die menschliche Psyche. Dafür steht der Klassiker „Die zwölf Geschworenen“, der weltbekannte amerikanische Gerichtsfilm als Adaption eines Fernsehspiels von Reginald Rose. Und die Theaterversion wird nun vom „Spielwerk Arnsberg“ auf die Bühne der Kulturschmiede gebracht. In gewohnt brillanter Inszenierung, mit gewohnt brillanter Schauspielkunst. Schließlich hat das Spielwerk einen hervorragenden Ruf zu verteidigen, den sich das Ensemble in den vergangenen Jahren durch viele ausgezeichnete Auftritte erworben hat – mit stets ausverkauften Vorstellungen. Das soll auch diesmal wieder so sein. Denn schon allein der Stoff ist etwas ganz Besonderes: Es geht um Schuld und Gleichgültigkeit, um Gerechtigkeit und Vorverurteilung, um Gruppenverhalten und gruppendynamische Prozesse. Und um einen jungen Menschen, dem der Tod auf dem elektrischen Stuhl droht. Ein atemlos machender Stoff, dessen Vielschichtigkeit – unter bewährter Regie durch Susanne Gieseke und Gaby Renner - vom Spielwerk-Ensemble auf den Punkt gebracht wird. Zum Inhalt: Ein achtzehnjähriger Puerto-Ricaner aus den Slums wird des Mordes an seinem Vater beschuldigt. Nach der Gerichtsverhandlung ziehen sich die zwölf Geschworenen des Gerichts an einem schwül-heißen Sommertag zurück, um über das Urteil zu befinden, das – so will es das US-Justizsystem – einstimmig auszufallen hat. Zunächst scheint das Votum klar..., doch überzeugen Sie sich selbst. 
 

Regie: Susanne Gieseke / Gaby Renner